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Okklusionskontrolle u. Adjustierung von Aufbissschienen

Die okklusale Kontrolle mit Hilfe des Aqualizers - Adjustierung von Aufbissschienen

In jeder Sitzung ist zunächst der Zustand der Kaukissen zu prüfen, die Okklusalflächen wie auch die lingualen, mesialen und distalen Ränder. Hier zeigen sich Kaumarkierungen, Pressmarken, Abrasions- und manchmal Torsionsspuren auf der Plastikoberfläche. Für eine derartige Prüfung muss der Aqualizer lange genug getragen worden sein. Starke auffällige Kaumarkierungen sind Hinweise für eine Malokklusion. Wäh-rend der Behandlung können diese auslösenden Vorkontakte mit Hilfe des Aqualizers sichtbar gemacht werden.

Vorkontakte in CR-Position lassen sich ohne Modellanalyse schwierig darstellen. Bei einer klassischen Okklusions-Kontrolle („Klappern Sie bitte mit den Zähnen") wird man die HIKP mit Okklusionspapier / Folie markieren. Der Aqualizer bewirkt durch seine Entspannung eine neuromuskuläre Deprogrammierung des kompletten stomatognathen Systems. Der Unterkiefer kann sich in die neuromuskuläre Position bewegen. Für die Okklusionsbehandlung kann der alte Aqualizer des Patienten verwendet werden, falls dieser noch genügend Flüssigkeit enthält, um ein „Full Float" zu gewährleisten. Der getragene Aqualizer hat den Vorteil, dass die Bisshöhe schon etwas reduziert ist und somit eine bessere Annäherung an mögliche Vorkontakte gegeben ist. Für eine schnelle Deprogrammierung können aber auch Aqualizer low eingesetzt werden. Die komplette Deprogrammierung erfolgt erfahrungsgemäß nach ca. 30 - 60 Min.

Der Aqualizer wird anschließend herausgenommen, und der Behandler sollte sofort im Anschluss die Okklusion prüfen, da der Patient sehr schnell wieder seine alte HIKP einnimmt. Zum Markieren von Vorkontakten nimmt man Bausch Artiku-lationspapiere 200µ oder in 100µ mit progressiver Farbtönung. Mit diesem Indikator sind alle Kaudruckinter-ferenzen als farbschattierte Markierungen sofort erkennbar. In einem zweiten Schritt sollte man diese Kontakte mit einer Folie nochmals prüfen.

Adjustierung von Aufbissschienen

In vielen Fällen, wo eine dauerhafte Repositionierung der Kondylen durch eine feste Aufbissschiene therapeutisch indiziert ist, sollte der Aqualizer begleitend als Entspannungshilfe und auch Diagnostikum eingesetzt werden. Das Adjustieren der festen Schiene ist entscheidend für den Therapieverlauf. Daher sollten diese Schienen in regelmäßigen Intervallen auf Interferenzen überprüft werden. Man verfährt in diesem Falle genauso wie oben beschrieben. Die Schiene wird in Kombination mit dem Aqualizer getragen, vorzugsweise Aqualizer low, um die Bisshöhe nicht weiter als ca. 2 mm zu erhöhen. Sichtbare Vorkontakte können anschließend gezielt eingeschliffen werden.

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